Das Projekt

Der Lötschberg-Basistunnel gibt auf der Nordseite pro Sekunde etwa 100 Liter rund 20° Celsius warmes Bergwasser ab. Es stammt aus den Kalkschichten der Doldenhorn-Decke, welche vom Tunnel unterhalb des Kander- und des Gasterntals durchquert werden. Soviel warmes Wasser darf nicht in besonders schützenswerte Bergbäche wie die Kander eingeleitet werden, weil es das Aufstiegs- und Laichgewässer der einheimischen Seeforelle stört. Aus diesem Grunde wurde nach einer Möglichkeit der Abkühlung des Bergwassers gesucht.

Die innovative Idee, dass das Bergwasser für eine Störzucht und die Produktion von tropischen Früchten genutzt wird, kam von Dr. Peter Hufschmied, damaliger Ingenieur der Oberbauleitung vom Lötschberg-Basistunnel. Sie löst die Aufgabe der Wasserabkühlung auf ideale Weise. Grundsätzlich schafft das Projekt mit der Fischzucht, der Früchteproduktion und dem Besucherangebot in der Region wichtige Wertschöpfung. Dank dem Projekt entstehen in Frutigen 10 bis 20 Arbeitsplätze, auch als Alternative zur traditionellen Landwirtschaft. Zusätzlich gibt das Projekt der regionalen Wirtschaft wichtige Impulse, indem es dem touristischen Angebot eine neue Attraktion hinzufügt.

Architektur und Gestaltung: GIM  Gauer Itten Messerli, Bern
Gesamtplanung:  Emch+Berger, Bern
Bauleitung:  Marti Architektur, Frutigen

Mehr zu folgenden Standbeinen des Projekts:
Fischzucht, Tropische Pflanzen, EnergieForschung und Entwicklung

 
TYPO3 Agentur